Das Projekt „Grün-blaues Rijeka“ umfasst ein Netzwerk von Wanderwegen, das die größten und schönsten Wälder der Stadt Rijeka mit dem Meer verbindet.
Der Hauptwaldweg Kantrida-Vrata Jadrana-Preluk beginnt an der Bushaltestelle gegenüber dem Kinderkrankenhaus. Wir folgen den blau-weißen Markierungen und kommen gleich zur Informationstafel, die uns darauf hinweist, dass wir in den Lorbeerpark eintreten. Bevor wir unseren Weg fortsetzen, empfehlen wir die Erkundung des Parks. Hier gibt es angenehme Waldwege, versteckte Ecken mit Bänken zum Ausruhen, Blumenwiesen, junge Obstgärten (Kirschen, Sauerkirschen, Maulbeeren, Feigen, Mispeln) sowie eine einzigartige Ausstellung von Werken der Schule für angewandte Kunst und der Akademie der angewandten Künste.
Der Ort „Učionica“ (Klassenzimmer) eignet sich als Ausgangspunkt für organisierte Besuchergruppen – man sagt, dass sich hier einst Mussolinis Kavallerie aufhielt. Der Ort „Pričaonica“ (Geschichtenpfad) ist für entspannteres Beisammensein in einem fantasievollen Waldwohnzimmer gedacht. Der Ort „Rock scena“ (Rock-Szene) ist ideal für Jam-Sessions, Tanz oder einen Spaziergang durch die nahegelegene Wiese, gesäumt von jungen Zypressen.
Wir setzen unseren Weg entlang des zentralen Parkpfades fort und passieren ein Seniorenheim. Nach wenigen Minuten führen uns die blau-weißen Markierungen zur Informationstafel am Eingang zum Lehrpfad „Stribors Wald“. Wir folgen den zusätzlich markierten Waldpfaden, jetzt mit den klassischen rot-weißen Wandermarkierungen. Bald erreichen wir Wiesen, auf denen zwei militärische Gebäude dominieren – Kanonenbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Wandermarkierungen führen weiter in Richtung Aussichtspunkt des Stribors Waldes, doch wir gehen geradeaus, folgen weiterhin unseren blau-weißen Markierungen und verlassen bald den Wald
am oberen Ende der steilen Straße Turanjski put.
Es folgt ein kurzer Spaziergang entlang der Straße Turanjski put bis zur Schranke, hinter der wir unsere Wanderung in Richtung Rastplatz „Vrata Jadrana“ fortsetzen. Nach etwa zehn Minuten zweigt links unser Hauptwaldweg in Richtung Preluk ab. Nach drei Minuten mühsamen Aufstiegs ist es Zeit für eine wohlverdiente Pause – oder besser gesagt, es ist „Halbzeit“ unseres Waldabenteuers. Wir überqueren eine historische Fußgängerbrücke über die Eisenbahnstrecke und erreichen das Infozentrum des Tourismusverbands Kvarner am Rastplatz „Vrata Jadrana“ und erholen uns.
Nach der Pause kehren wir die drei Minuten zurück, überqueren erneut die Brücke und biegen dann rechts in Richtung Preluk ab. Hier erwartet uns der größte und schönste Stadtwald. Aufgrund seines großen Wertes wurde er von der Stadt Rijeka in ihren Dokumenten als Rückgrat des grünen Infrastrukturnetzes und als Vorschlag für das Schutzgebiet „Parkwald Preluk–Bivio“ eingestuft.
Der Weg führt uns an ausgewählten Standorten mit herrlichen Ausblicken auf die Kvarner Bucht entlang, vorbei an historischen Trockenmauern, die an jene im Velebit-Gebirge erinnern. Hier können wir gemauerte Wasserspeicher aus Stein bewundern. Unbemerkt betreten wir einen dichten Eichenwald mit viel Mäusedorn und Efeu, und über kurvige Pfade gelangen wir zu den ersten Häusern. An der Hauptstraße überqueren wir zwei Zebrastreifen und steigen dann über einen Waldweg entlang einer Sackgasse zur weißen Wasserversorgungshütte hinunter. Dort biegen wir links ab und wandern noch einige Minuten durch den Wald bis zur Bushaltestelle „Akademija“ in der Nähe von Preluk. Von dort sind es nur zwei Minuten über einen Waldpfad bis zur Uferpromenade am Meer. (Es ist auch möglich, bei der weißen Hütte geradeaus bergab zu gehen und über eine schmale Treppe zwischen zwei Häusern direkt nach Preluk zu gelangen. Dieser Weg führt jedoch auf eine Straße in einer Kurve und ist daher für Familien mit Kindern oder größere Besuchergruppen nicht geeignet.)
Auf dem beliebten Wanderweg an der Küste verwandeln wir uns von Wanderern in gewöhnliche Touristen. Das bedeutet, wir können die festen Wanderschuhe gegen Flip-Flops tauschen und in den Cafés am Wegesrand Selfies machen. Mit nackten Füßen testen wir die Wassertemperatur an den kleinen Stränden. Und so wandern wir zurück zur Kantrida, wo unsere Tour vor drei bis vier Stunden begonnen hat.
Das Projekt „Grün-blaues Rijeka“ umfasst auch mehrere Verbindungswege, die von der Hauptwaldroute zum Meer hinabführen. Besonders hervorzuheben sind die Abzweigungen nach Bivio und nach Skalete (Hilton), die ebenfalls mit blau-weißen Markierungen gekennzeichnet sind. Auf diese Weise können Besucher, Freizeitsportler und Wanderer ihre eigenen grün-blauen Routen zwischen Wald und Meer kombinieren. Die Hauptzugänge befinden sich in Kantrida, beim Rastplatz Vrata Jadrana und beim Parkplatz in Preluk.





